zurück

Die vier Weltzipfel

Die zentrale Figur ist eine weibliche Gestalt mit Strahlenkrone. Sie sitzt auf einem Fünfeck – Vorstufe eines Pentagrams. Hinter der Strahlenkrone zeigt sich ein klar umrissener Kreis. Er verweist im Zusammenhang mit der sichelförmigen schwarzen Schlange und ihrem weißen Gegenstück auf eine Mondsymbolik. Die nächtliche Gesamtsituation, die Mondsymbolik, der blauschwarze Mantel, zeigt die Figur als Mutter Nacht. Links neben der Figur schwebt in einer Kartusche eine Spinne oder ein Kanker. Er ist ein Etikett, das sie als Urmutter deutlich kennzeichnet. In ihrer linken Hand hält die Figur eine goldgelbe Scheibe ein Sonnenzeichen. Der rechte Arm überdeckt den linken. In der linken Hand hält die Figur einen kleinen roten Fisch. Dies deutet auf die Herrschaft der Liebe über das Zeichen ihres Selbst. Einer der Zipfel ihres Gewandes, ist mit einem schwarzem Pferd verbunden. Das schwarze Pferd steht für ungezügelte weiblichen Energie. Es ist eine Erscheinungsform des Archetypus der Anima. Darunter gleichfalls mit einem Zipfel des Kleides verbunden, ist die Schildkröte. Sie ist Zeichen einer langsamen geregelten Entwicklung der Dinge. Ihr gewölbter Panzer ist Symbol des Himmelsgewölbes. Der dem Betrachter am nächsten liegende Zipfel ihres Kleides ist mit dem Paar aus schwarzer und weißer Schlange verknüpft, die neben der Mondsymbolik auch als Träger der Erkenntnis gesehen werden können. Diesen drei Attributen der Figur steht auf der rechten Seite des Bildes eine rosafarbenen Gestalt gegenüber. Auch sie ist mit der zentralen Figur verbunden. Sie steigt aus der Erde auf. Die kleine Strahlenkrone kennzeichnet sie als Kind der Mutter Nacht. Diese kleine Figur hat zusammen mit der Blüte die sie trägt, einen frühlingshaften lichten Charakter. Es ist der kommende Tag, der da emporsteigt. E.M.

zurück