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Drei Reiter



Halb Ritter und halb Narr scheint die rote Figur zu sein. Parcival der eben seine erste folgenschwere Eroberung gemacht hat. Einen Fisch - Zeichen für das Reich des Unbewussten - hat er der Geschichte des Bildes vorausgreifend mit seiner Lanze durchbohrt. Der schwarze Gaul den er reitet, ist seine Seele - sein Schatten - über deren wahres Wesen er nichts aber auch gar nichts weiß. So kommt es, dass er selbst zum Reittier wird, zum weißen Reittier der Frau. Verdammt wird er zur einseitigen Liebe. Weiß in der Farbe der Unschuld dient er der Welt. Zur Tränke geritten wird er von ihr. Dort erblickt er sein Spiegelbild, nicht mehr in der reinen Farbe der Unschuld. So erkennt er sich als menschliches Wesen. Das Chamäleon steht für die ewige Wandlung der Wirklichkeit. Sein Reiter steht neben ihm, gleichberechtigt gleichwertig sind beide. Die Mondsichel auf seinem Kopf, der Sternenmantel den er trägt, erweisen den Reiter als wissenden Menschen. Vor diesem Paar in der Erde steckt der Vogelstab - Zeichen des freien Fluges der Gedanken, Zeichen derer, die sich orientieren können, in der oberen Welt. Durch die Erde führt der Vogelstab zur ersten Beute des närrischen Ritters, der den richtigen Weg wählte, ohne zu wissen was er tat.

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