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Meine kleine Kali



Auf der rechten Seite des Bildes steht eine grüne Figur. Grün ist zunächst die Farbe der Unreife, die roten Bänder mit denen die Figur gefesselt ist, deuten einen larvenartigen Zustand an. Im Vordergrund liegt ein rotes Ei - Zeichen der Unerschlossenheit dieser Figur. Das weiße Schneckenhaus, das diesen Teil des Bildes vervollständigt, deutet auf eine Abschottung dieser Figur hin. Hinter dem spiraligen Gebilde ragt eine Liege. Darauf lümmelt sich eine blaue Frau. Blau ist die Hautfarbe der Götter und Dämonen des Ostens, die Farbe des Himmels und der Hoffnung. Die Göttin Kali steht für den Tod, die Liebe und die Geburt. Sie verkörpert das Leben mit allen damit verbundenen Konsequenzen. Auf der rechten Bildseite im Halbkreis eines Schattens steht ein ziegenartiges Wesen - das dunkle Gegenstück zu der weißen Liege der Gottheit. Wie die grüne Figur auf der rechten Bildseite, ist dieses Wesen mit einer roten Struktur versehen - ein Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen beiden. Hinter dem dunklen Ziegenwesen oder aus ihm heraus, beginnt ein Steg oder Weg in die Ferne. Ein Weg, der unterbrochen wird, von einem Hindernis - einem Obelisk mit einem schwarzen Schlussstein an der Spitze. Dieser Obelisk trennt Vordergrund und Hintergrund des Bildes. Der schwarze Schlussstein bildet eine kleine Einheit mit dem himmlischen Geschehen - dem Mond, einem kleinen geflügelten Menschen, der in einer Art Muschel oder weißen Schale vor einer Öffnung in der Wolkendecke am Himmel schwebt. An diesem Obelisken teilt sich der Weg nach oben ins Reich der Träume und in den realen irdischen Weg der in die Ferne führt.

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