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Christus verflucht den Feigenbaum



Christus ließ einen Feigenbaum verdorren, weil er zur Zeit der Feigenernte keine Früchte trug. Diese Begebenheit, war mir lange Zeit schleierhaft.

Eine offizielle Deutung der Geschichte als Vergleich mit dem jüdischen Volk, das nicht für die Ankunft des Messias bereit war, konnte mich nicht überzeugen.

Als Verkünder der Liebe Gottes muss Christus einen wichtigeren Grund gehabt haben, als ein Exempel an einem unschuldigen Obstbaum zu statuieren.



Auf diesem Bild verstehe ich den Feigenbaum als das Gewächs, mit dessen Blättern Adam und Eva ihre Blöße bedeckten, weil sie sich ihrer Nacktheit, damit ihrer Zugehörigkeit zur Natur und letztendlich zum Kosmos schämten.

Christus verflucht diese falsche Scham. Sie hindert uns, unserer selbst bewußt zu werden. Der Baum der lediglich die Feigenblätter liefert, um uns vor uns selbst zu verstecken, kann keine Früchte tragen.






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