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Anna Selbdritt



Anna ist die Mutter der Jungfrau Maria. Sie hält den Lebensfaden in der Hand. Dieser Faden schlingt sich um das linke Bein des Christuskindes. So ist sein Ursprung einer matriarchalen Muttergottheit zugeordnet.

Der Schritt mit dem rechten Fuß über diesen Faden hinaus ist der eigenverantwortliche Schritt zur vom Patriarchat umgeprägten Mutterfigur – der Jungfrau Maria.

Die rechte Hand des Kindes hält die linke Hand Marias. Es ist die besitznehmende Hand, die die die Hand der Hingabe ergreift. Diese Beziehung beruht nicht auf Gegenseitigkeit.

Anna als matriarchale Muttergottheit ist der Mond zugeordnet. Ihr Gegenüber ist der Schatten der Maria. Dieser Schatten ist der Rest des urmütterlichen Aspektes Marias. Er ist aus der Sicht des Christuskindes, das die zum Schatten gehörige Lichtquelle ist, nicht wahrnehmbar.

Marias Symbol ist der Stern. Der Stern ist als kosmisches Symbol weitestgehend ungeschlechtlich, bzw. „rein“ oder jungfräulich.

Das Symbol des Christuskindes ist die Sonne. Das Gestirn ist in diesem Fall gleichzeitig der Kopf des Kindes. Diese Stellung des kosmischen Attributes steht im Gegensatz zu den Attributen der gegensätzlichen Mutterfiguren. Beide Frauen sind dem Mond oder dem Stern untergeordnet.


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